Aka-jima
Mit Weile eilend in Japan
Aka-jima
Tokashiki
Itoman
Okinawa-City
Naha
Liebe Freunde und Mitlesende, es darf zur letzten Runde des Informationsrausches geladen werden. Diesmal richtet sich unser Blick gen Okinawa, das sich im Süden Japans befindet. Hier fand die letzte große kleine Rundreise während meiner Zeit fern der Lehrinstitution statt.
Mein Lager schlug ich in Naha auf, von wo aus man ganz wunderbar Tagesausflüge in alle Richtungen vornehmen kann. So besuchte ich außerdem Okinawa-City, Itoman und Umgebung sowie Tokashiki und Aka-jima. Letztere sind zwei hinreißende Inseln, die ich als paradiesisch beschreiben möchte und mich mit ihrer Verlassenheit verzückten.
Während Okinawa-City an Unspektakularität nicht zu übertreffen war, beeindruckte mich Itoman bzw. Himeyuri und der Memorial Peace Park mit seinen vor allem historischen Museen sehr. Im Zweiten Weltkrieg wurde Okinawa von Japan als Schutzschild gegen die Amerikanern gebraucht. Eben dort wüteten die Herrschaften recht ordentlich und verhielten sich der Kriegsmanier entsprechend. All das wird in den beiden Plätzen (touristenfreundlich) aufgearbeitet und überzeugt nicht zuletzt mit seiner Authentizität der Örtlichkeit. Auch hierfür sei meine Empfehlung ausgesprochen.
Im Großen und Ganzen ist Okinawa doch ein wenig anders als der Rest Japans. Die Mentalität scheint einen Faden Berliner Freundlichkeit in sich zu tragen und entsprechend zu leben. Gründe hierfür sind wohl vor allem in der Historie Okinawas zu finden. (Die individuellen Entdeckergeister seien an diesem Punkt zur eigenen Recherche aufgerufen.) Auch wenn das Wetter mir nicht ganz entgegen kam, war ich auch hier erneut von der landschaftlichen Schönheit hingerissen. Man möge mich für diese Monotonie in der Beschreibung verurteilen, aber ich kann den Fakten nicht widersprechen oder dem Anblick gar widerstehen. Ich bin im Faden verwickelt und verweigre mich der Weigerung. Zu verlockend ist der Augenschmaus.
Damit ist der Stand erneut aktuell und ich darf mich bis zum nächsten Bericht verabschieden.
Nemuro
Sapporo
Otaru
Mit einem Songtitel von Electric President wird nun der dritte Teil des anhaltenden Rausches eingeleitet.
Als der Sonnentank voll war und mir die Gesprächsthemen mit Kyoto ausgingen, beschloss ich auf Meerweg gen Otaru zu treiben. Von dort aus sollte meine kleine Hokkaido-Rundreise beginnen, die mich weiter nach Sapporo und Nemuro führte. Während Sapporo mich als größte Stadt und Verwaltungssitz Hokkaidos lockte, verschlug es mich nach Nemuro, um den Durst nach Superlativen zu stillen. Schließlich gehört die Halbinsel zum östlichsten Ort Japans. Zudem lässt sich von dort aus bei guter Sicht ein Blick auf Russland erhaschen. Es sei jedoch angemerkt, dass sich beide Länder über die Zugehörigkeit des im Meer liegenden Landes noch nicht ganz einig sind. Wenngleich jeder für sich natürlich weiß, wem es gehört.
Müsste der kleine Rundgang mit einem Wort zusammengefasst werden, wäre es SCHNEE. Soviel Schnee habe ich in meinem ganzen Leben nicht gesehen. Nun mag das vielleicht an meinem großstädtischen Dasein liegen, aber es war wirklich sehr viel Schnee dort. Nichts entkam Väterchen Frost. Alles, was auch nur für eine Sekunde innehielt, deckte er zu. Zudem ließ er den ganzen Spaß teilweise wie feine Eiscreme aussehen. Vielleicht war ich deshalb so entzückt von Otaru. In Sapporo hatte der Gute nicht ganz den Blick fürs Detail gehabt. Wohingegen in Nemuro mein Blick zu sehr von den vereisten Straßen abgelenkt war - möge das Väterchen mir das nachsehen.
Auch in Hokkaido durfte ich mal wieder erkennen, wie unbeschreiblich schön und vielfältig Japan ist. Ja, ich bin nach wie vor höchst ekstatisch bezüglich der Landschaft und kann es gar nicht oft genug feststellen, geschweige denn sagen: Japan ist wirklich schön! So sehr mich der weiße Anblick begeisterte, glaube ich jedoch, dass die schneefreien Monate für einen Besuch Hokkaidos geeigneter sind.
PS: Happy Birthday Maria!